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Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Deutschland

"An die Exzellenzen und Beamten von Europa: Wir leiden enorm in Afrika. Helfen Sie uns. Wir haben Probleme in Afrika. Wir haben keine Recht als Kinder. wir haben Krieg und Krankheit, es fehlt uns an Essen .... Wir wollen studieren, und bitten Sie, uns zu helfen, dass wir studieren können, so wie ihr sein könnt - in Afrika."

(Eine Nachricht, gefunden an den Körpern der guineischen Jugendlichen Yaguine Koita und Fodè Tounkara, blinde Passagiere, die bei dem Versuch starben, Europa im Fahrwerk eines Passagierflugzeugs zu erreichen.)

»Wir können doch nicht Kinder, deren Eltern verschleppt wurden oder deren Familien im Bürgerkrieg umgekommen sind, einfach wieder in das Flugzeug setzen und sie allein ihrem Schicksal überlassen«

Jährlich fliehen tausende von Minderjährigen aus ihrer Heimat Die Gründe sind vielfältig: politische Unruhen, Krieg, Misshandlung oder Vergewaltigung. Allein in Deutschland leben zwischen 5.000 und 10.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie sind auf sich allein gestellt: Ohne Eltern, ohne Familie, ohne vertrauenswürdige Person, die ihnen Schutz bietet, sind sie nach Deutschland gekommen. Manche haben ihre Angehörigen verloren, mussten zusehen wie ihre Eltern und Geschwister ermordet wurden. Andere wurden von ihren Eltern in die Ferne geschickt, die sie in Sicherheit wissen wollten. Wieder andere flohen vor der Gewalt, die ihnen durch ihre nächsten Verwandten drohte. Ob zu Fuß durch die Wüste oder auf morschen Booten über das Meer: Der Weg in die sicheren Länder des Nordens ist riskant, ja lebensgefährlich. Oft hatten die Kinder keine andere Wahl als sich skrupellosen Schleuserbanden anzuvertrauen. Nicht selten wurden sie zu Opfern des Kinderhandels.