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Schulen für Slumkinder

Dhaka - Bangladesch

Hintergrund: Bangladesch ist mit 150 Mio. Einwohnern das am dichtesten besiedelte Land der Erde, gleichzeitig das drittärmste - 36% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt in den Städten bei 25%. 70 % der Menschen in den Städten haben immerhin Zugang zu sauberem Wasser, aber nur für 20% gibt es geschlossene Latrinen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 62 Jahren für Männer bzw. 63 Jahren für Frauen. 73 von 1000 Kindern sterben vor ihrem 5. Geburtstag (under 5 mortality rate) – im Vergleich dazu sind es in Deutschland 5 von 1000. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, besonders der Kinder, ist unterernährt. 42,7% der Kinder unter 5 Jahren in Bangladesh sind untergewichtig, in den urbanen Slums sind es sogar über 50%. Dort wird die Hälfte der Neugeborenen bereits mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht geboren.

Seit 1991 hat die Organisation German Doctors mit ihrem bengalischen Koordinator, Mr. Aminul Hoque, genannt Babul, verschiedene Schulen für Slumkinder aufgebaut. Für ihn, der selber in seiner Jugend Not erlebt und sich über seine Arbeit für die Ärzte für die Dritte Welt empor gearbeitet hat, war und ist es ganz wichtig, möglichst vielen Kindern die Chance zum Schulbesuch zu geben. In drei Grundschulen und einer High School erhalten so inzwischen fast 1.600 Kinder aus armen Familien eine Grundausbildung. Zum Teil findet der Unterricht im Schichtbetrieb statt, um so mehr Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Zusätzlich zum Unterricht werden die Schüler an mehreren Tagen auch mit Essen versorgt. Für die Schüler der High School in Manda gibt es auch die Möglichkeit, einen berufsvorbereitenden Unterricht zu besuchen - zum Beispiel als Friseur oder im Bereich der Computeranwendung.